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Gesunde Hundeernährung: Darauf kommt es bei einer Trockenfutterumstellung an

Gesunde Hundeernährung: Darauf kommt es bei einer Trockenfutterumstellung an - hundehotel.info
© mattycoulton / pixabay

Es kann viele Gründe für eine Futterumstellung geben. Insbesondere gesundheitliche Faktoren können es sinnvoll machen, von herkömmlichem, mit dem Extrusions- oder dem Kaltpressungsverfahren produziertem Futter auf solches, das beispielsweise mittels Fleischsaftgarung zubereitet wurde, umzusteigen. Allerdings gilt: Auch wenn der Umstieg auf ein neues Trockenfutter sinnvoll und für den Hund vorteilhaft ist, gibt es einiges zu beachten. Warum die Futterumstellung mit Ausnahme beim Wechsel auf fleischsaftgegarte Nahrung keinesfalls abrupt oder unbedacht erfolgen sollte und wann sie sich wirklich lohnt, zeigen wir hier.

Wann ist eine Trockenfutterumstellung sinnvoll und notwendig?

Gründe dafür, das Trockenfutter des eigenen Hundes zu wechseln kann es viele geben. Teilweise sind es Erkrankungen oder Unverträglichkeiten, die Hundebesitzer zum Wechsel ihres üblicherweise verwendeten Hundefutters bewegen. Nicht selten kommt es aber auch vor, dass der Hund das eigentlich gewohnte Futter plötzlich verweigert, weil es ihm nicht mehr zu schmecken scheint. Auch der Wunsch, den Hund höherwertiger und gesünder zu ernähren ist ein triftiger Grund.

In allen Fällen kann der Umstieg etwa auf ein besonders schmackhaftes, mit der Fleischsaftgarung zubereitetes Trockenfutter helfen, das individuelle Ernährungsproblem zu lösen. Bedenken sollten Hundebesitzer jedoch: Der Umstieg auf ein neues Hundefutter setzt immer eine gewisse Eingewöhnungszeit voraus. Der Organismus wird in der Regel für einen von Hund zu Hund unterschiedlich ausfallenden Zeitraum auf das neue Futter reagieren. So kann es z. B. selbst beim Wechsel auf eine hochwertigere Nahrung zu zeitlich befristeten Effekten, wie z. B. einen geänderten Körpergeruch kommen, da der Körper sich selbst der Rückstände des alten Futters entledigt. Das Futter umzustellen, allein weil das gewohnte Trockenfutter etwa bei einem Urlaub mit Hund zu Hause vergessen wurde, ist darum keine gute Idee. Vielmehr sollte ein Wechsel nur dann in Betracht kommen, wenn es dafür einen triftigen Grund gibt.

Umstände, die einen Futterwechsel sinnvoll machen, sind etwa:

  • Der Hund leidet unter deutlichem Unter- oder Übergewicht.
  • Es treten Unverträglichkeiten oder Allergien im Zusammenhang mit dem gewohnten Futter auf.
  • Es treten ständig Verdauungsbeschwerden auf.
  • Der Hund leidet unter einer chronischen Organerkrankung.
  • Der Hund hat seine Wachstumsphasen angeschlossen.
  • Der Hund leidet oft unter Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Juckreiz oder mattem Fell und Haarausfall.
  • Umstieg auf eine hochwertigere Nahrung, im Sinne der Hundegesundheit.

Futterumstellung: Schritt für Schritt zu neuen Futtergewohnheiten

Wie bereits angesprochen, sollte der Umstieg auf ein neues, mit den herkömmlichen Kaltpressungs- oder Extrusionsverfahren produziertes Trockenfutter nicht abrupt stattfinden. Schließlich muss sich die Darmflora des Hundes erst einmal an das neue Futter und an seine Zutaten gewöhnen. Erfolgt die Umstellung zu plötzlich, können Verdauungsprobleme auftreten. Besser ist es darum, den Hund schrittweise an das neue Futter zu gewöhnen.

Als sinnvoll hat sich in diesem Zusammenhang erwiesen, sich etwa 4 bis 6 Tage für einen Futterwechsel Zeit zu nehmen. Ist der Hund besonders empfindlich, kann die Umstellung bis zu 14 Tage in Anspruch nehmen - In den meisten Fällen reicht jedoch eine kürzere Umgewöhnungsphase aus.

Doch wie gelingt die schrittweise Umstellung in der Praxis? Ganz einfach: Statt das alte Futter komplett gegen das neue Produkt auszutauschen, wird dem alten Trockenfutter anfänglich eine sehr geringe, dann eine immer größere Menge des neuen Hundefutters beigemischt. Am ersten Tag macht das neue Futter nur etwa 20 Prozent der gesamten Futtermenge aus. Täglich wird der Anteil des neuen Futters jedoch erhöht, sodass es das alte nach etwa 7 Tagen komplett ersetzt.

Möchte man seinen Hund jedoch auf die höherwertige Hundenahrung aus der Fleischsaftgarung umstellen, sollte dies, abweichend zu anderen Hundefuttern, direkt und ohne Mischen des Alten mit dem Neuen erfolgen. Dies ist darin begründet, dass fleischsaftgegarte Nahrung aufgrund der an der menschlichen Küche angelehnten Zubereitung und des verwendeten Frischfleisches deutlich hochwertiger ist als andere Futter, es wird einfach besser vom Hundeorganismus verwertet.

Was sollte in dem neuen Trockenfutter enthalten sein?

Wie bereits gesehen, ist der Umstieg von einem gewohnten auf ein neues Trockenfutter mit einigem Aufwand verbunden. Bereits darum sollte er nicht grundlos, sondern nur dann erfolgen, wenn er konkrete Vorteile für die Gesundheit oder das Wohlbefinden des Hundes mitbringt.

Eine konkrete Verbesserung bietet die Umstellung dabei dann, wenn sie konkrete gesundheitliche Probleme löst oder ein Umstieg auf ein gesünderes, etwa mittels Fleischsaftgarung zubereitetes Futter erfolgt. Als „gesünder“ ist ein neues Futter dann anzusehen, wenn der Hund durch sein bisheriges Futter nicht die ideale Menge der benötigten Mikro- und Makronährstoffe erhält. Scheint das wahrscheinlich, sollte ein anderes, ausgewogeneres Futter gewählt werden. Schließlich ist eine bedarfsgerechte Ernährung für Hunde genauso wichtig wie die ausgewogene Ernährung für den Menschen.

Um eine optimale Nährstoffversorgung zu gewährleisten, sollte sich das neue Futter insbesondere ausfolgenden Zutaten zusammensetzen:

  • Hochwertiges, frisches Muskelfleisch und keine Fleischmehle
  • Hochwertige Öle und Fette, idealerweise direkt und natürlich aus dem verwendeten Frischfleisch
  • Wenig Kohlenhydrate, z. B. gut verträgliches Getreide (z. B. Hirse, Reis oder Buchweizen), Gemüse und Obst 

Futterwechsel zur Fleischsaftgarung

Ein Futterwechsel kommt außerdem für diejenigen in Betracht, die ihren Hund bisher mit herkömmlichem Trockenfutter, das mithilfe des sogenannten Extrusionsverfahren hergestellt wurde, füttern. Schließlich sind diese Standard-Trockenfuttermittel, verfügbar beim Discounter, aber auch von Herstellern wie Bosch, Josera oder Wolfsblut, hauptsächlich aus Fleischmehl und unter Zugabe von Wasser bei hoher Temperatur hergestellt. Sie verfügen darum oft über einen besonders geringen oder gar keinen Frischfleischanteil und sind für die ausgewogene Hundeernährung nur bedingt geeignet. Außerdem sind sie häufig mit Geschmacksverstärkern und anderen Zusätzen versehen, die Allergien auslösen können.

Wird der eigene Hund bisher mit einem solchen Trockenfutter gefüttert, kann es sinnvoll sein, auf ein hochwertigeres Trockenfutter umzusteigen, das mithilfe der Fleischsaftgarung hergestellt wurde. Wird nämlich die Methode der Fleischsaftgarung angewendet, wird zur Herstellung gesundes Frischfleisch nur im eigenen Fleischsaft bei niedriger Temperatur langsam gegart. Im Ergebnis weist das fertige Trockenfutter einen deutlich höheren Fleischanteil auf. Durch die angewandte Kochtechnik des Reduzierens wird der im Frischfleisch enthaltene Fleischsaft konzentriert, dass sorgt für natürlichen Geschmack. Außerdem macht die spezielle Garmethode das Trockenfutter deutlich verträglicher. Allein darum stellt der Umstieg von herkömmlichem Trockenfutter auf fleischsaftgegartes Futter quasi immer eine Verbesserung dar.

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