Zecken im Winter

Zecken im Winter - hundehotel.info

Das Risiko durch Zecken im Winter sinkt zwar, Entwarnung kann jedoch nicht gegeben werden. Je mehr milde Tage (9 - 10° C) hintereinander liegen, desto aktiver werden die Zecken. Die Übertragung von FSME-Viren und Erreger der Lyme-Borreliose wird durch Kälte nicht gehemmt. Sicher ist nur, dass Zecken bei Dauerfrost und Schnee nicht mehr aktiv sind. Ein paar wenigen Exemplaren reicht schon eine Durchschnittstemperatur von nur ca. 5° C, um hungrig zu bleiben. Behalten Sie daher die Temperatur gut im Auge!

Hunde sind auch im Herbst und Winter gefährdet

Zecken nutzen die dichte Laubschicht, die auf dem Waldboden liegt, zum Überwintern. Gerade, wenn Hunde für längere Zeit im Laub wühlen und herumtollen, kann es passieren, dass sich eine Zecke im Fell verfängt.

Gilt das für alle Zeckenarten?

Erwachsene Schafzecken und Auwaldzecken, die sehr gern Hunde befallen, gelten als noch weniger temperaturempfindlich als der Gemeine Holzbock. Solange kein Schnee und Dauerfrost herrschen, müssen Sie als aufmerksamer Hundehalter, auch in den Wintermonaten mit allen Zeckenarten rechnen.

Vorbeugen ist besser als Heilen

Untersuchen Sie sowohl sich selbst als auch Ihren Hund nach jedem Spaziergang im Grünen auf Zeckenbefall. Im Moment hilft vor allem eins: Kämmen Sie Ihren Hund oft gut durch! Es dauert oft viele Stunden, bevor sich eine Zecke am Hund ansaugt. Besonders betroffen sind die Regionen mit dünner Haut an Bauch, Brust, Gesicht und in den Ohren. Aber auch die Pfoten sollten genau untersucht werden. Bis die Zecke einen Hund mit Borrelien infiziert, dauert es zumeist noch 24 Stunden. Wird die Zecke also rechtzeitig erkannt und entfernt, kann sich der Hund nicht mit Borreliose infizieren.

Vorbeugend gegen Zeckenbefall gibt es außerdem – mit verschiedenen Wirkstoffen –  Zeckenhalsbänder, rezeptpflichtige oder rezeptfreie Tropfen bzw. „Spot-On“-Produkte, die auf die Haut aufgetragen werden und ca. 4 Wochen wirken. Die Meinungen über solche „Chemiekeulen“ sind geteilt – viele Hundeexperten haben während der Zeckensaison mit den rezeptpflichtigen Mitteln bei ihren Hunden gute Erfahrungen gemacht. Probieren Sie aus, was Ihr Hund gut verträgt und fragen Sie beim Tierarzt nach.

Wenn es doch zum Zeckenbiss kam

Sollte sich dennoch einmal eine Zecke im Fell Ihres Hundes befinden und sich festgebissen haben, empfehlen wird einen Zeckenhaken zum Entfernen. Eine Zeckenhaken bietet gegenüber einer Zeckenzange mehrere Vorteile. Zum einen ist das Auffinden des Zeckenkörpers nicht so aufwendig, da man einfach über die betroffene Stelle fahren kann, wenn nötig auch mehrmals. Auch sehr kleine Zecken können damit leicht entfernt werden. Bei größeren Exemplaren wird die Zecke komplett entfernt und der Körper dabei nicht zerquetscht.

Hier eine Auswahl an entsprechenden Zeckenhaken:

Wir wünschen dennoch viel Freude beim gemeinsamen Herbst-/Winter-Spaziergang.

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