Wandern mit Hund: Gemeinsam über Stock und Stein

Wandern mit Hund: Gemeinsam über Stock und Stein - hundehotel.info

Ausgedehnte Wanderungen über blühende Almwiesen, durch schattige Wälder oder entlang von rauschenden Bächen erfreuen sich während der warmen Jahreszeit großer Beliebtheit bei uns Hundebesitzern. Glücklicherweise gibt es zwischen Bodensee und Neusiedler See eine riesige Anzahl an hundefreundlichen Wanderwegen. Dieser Beitrag widmet sich jedoch weniger der Frage nach den schönsten Wanderrouten, sondern vielmehr worauf ich achten sollte, wenn ich gemeinsam mit meinem geliebten Vierbeiner die Idylle der heimischen Bergwelt erkunden möchte.

Informationen, Informationen, Informationen

Es geht nichts über die optimale Vorbereitung. Daher sollte man sich bereits vorab Gedanken machen und ausreichend Informationen einholen:

  • Wo möchte ich mit meinem Hund wandern? 
  • Welche hundefreundlichen Routen werden dort geboten?
  • Wie ist die Route beschaffen (Anstieg, Schatten, Badeplätze, Einkehrmöglichkeiten etc.)?
  • Gibt es potenzielle Gefahrenstellen (Jagdgebiet, Wildtiere, Weidevieh etc.)?
  • Herrscht Leinen- bzw. Maulkorbpflicht vor?

Perfekte Ausrüstung auch für den Hund

Zu den Vorbereitungen zählt selbstverständlich auch die richtige Ausrüstung; sowohl für Herrchen und Frauchen als auch für den Hund. Wanderschuhe, Rucksack, Regenjacke, Sonnenschutz und Kartenmaterial – für den Menschen ist die Grundausstattung einer Tageswanderung relativ einfach erklärt. Aber was benötigt der Hund während des gemeinsamen Abenteuers in der freien Natur? Hier ein kurzer Überblick:

  • Gut sitzendes Brustgeschirr (besser als ein einfaches Halsband zum Anleinen)
  • Wanderleine
  • Wasservorrat 
  • Kleine Snacks bzw. Belohnungen für zwischendurch
  • Hundekotbeutel
  • Maulkorb
  • Erste-Hilfe-Set (Verbandsmaterial, Wundsalbe, Desinfektionsmittel, Zeckenzange etc.)
  • Decke

Richtiges Verhalten beim Kontakt mit Weidevieh

Auf der Alm sind Begegnungen mit Kühen, Schafen oder Ziegen keine Seltenheit. Leider entstehen immer wieder gefährliche Situationen, wenn Weidetiere und Hunde aufeinandertreffen. Um das Gefahrenpotenzial auf der Alm einzudämmen, haben wir einige Verhaltensregeln für Kontaktsituationen mit Weidetieren zusammengestellt:

  • Hund immer an der Leine halten und ruhig an den Tieren vorbeigehen.
  • Distanz halten; vor allem zu Muttertieren - sie fühlen sich schnell bedroht und verteidigen die Jungtiere. Daher auf keinen Fall streicheln oder füttern, egal wie süß die Kälber auch sind! Notfalls einen Umweg in Kauf nehmen.
  • Verhalten der Tiere beobachten. Drohgebärden bei Rindern: Senken des Kopfes, scharren und schnauben.

Selbstverständlich bieten diese drei Punkte keine Patentlösung. Was kann ich im Ernstfall machen, um einer Konfliktsituation wieder Herr zu werden? Hier ein paar nützliche Tipps:

  • Ruhe bewahren und den Gefahrenbereich langsam verlassen. Aber: Den Tieren niemals den Rücken zuwenden!
  • Auf keinen Fall davonlaufen – stattdessen lieber mit einem Stock Drohgebärden machen und der Kuh notfalls einen gezielten Schlag auf die Nase versetzen.
  • Sobald ein Angriff offensichtlich wird, den Hund von der Leine lassen. Er ist im Normalfall schnell genug, um sich aus der Gefahrenzone zu entfernen.

Die Tiroler Landwirtschaftskammer widmet sich dem Thema aktuell in besonders kreativer Weise mit dem Video „Eine Alm ist kein Streichelzoo“. Wir wünschen euch einen schönen Almsommer. Berg Heil!

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